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Das Vorgespräch | CANDI GUIDE #6

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Obwohl wir schon bei Tipp #6 angekommen sind (daran sehen wir gerade wie schnell die Zeit vergeht), scheint die Ideenliste nicht kürzer zu werden.

Also weiter geht’s: DAS VORGESPRÄCH

 

Liebe Brautleute!

Ihr habt nun erfolgreich euren Fotografen gefunden bzw. eventuell noch ein oder zwei Kollegen als alternativen in Betracht gezogen. Für das heutige Thema gibt es mal wieder tausende verschiedene Ansätze. Wir möchten euch aber ein paar Anregungen geben die euch vielleicht helfen das Vorgespräch optimal und erfolgreich zu gestalten. Mit „erfolgreich“ meinen wir natürlich in Bezug auf „bessere Fotos“ eures Hochzeitstages.

Hier unsere TOP 4 Tipps:

1)   Müssen/Sollen wir uns überhaupt mit dem Fotografen vorher treffen?

Kommt jetzt drauf an was mit „vorher“ gemeint ist.

Vor der Hochzeit? Klares „JA, wenn möglich“ – das raten wir auf jeden Fall, wenn es zeitlich für alle Beteiligten machbar ist.

Vor der Buchung? „Jein“ ;-) Dies hängt stark davon ab, welchen Eindruck ihr bereits von eurer Fotografenwahl bekommen konntet und wie gut ihr ihn/sie bereits kennt.

 

Wir persönlich werden in 90% der Fälle OHNE jeglichen Kontakt abseits von Emails gebucht. Der Grund dafür ist, dass wir mit unserer Internetpräsents versuchen, so viel wie möglich über uns Preis zu geben und vor allem authentisch. Wir haben unzählige Videos über uns, Fotos mit persönlichen Blogposts und daher bekommen unsere zukünftigen Kunden bereits einen umfangreichen Eindruck über uns. Es fällt daher nicht schwer zu entscheiden ob es passt, oder eben auch nicht.

Weiters haben wir viele Kunden, die uns bereits von irgendwo her kennen oder sogar persönlich schon getroffen haben.

Sollte ein potentieller Kunde uns aber vorab treffen wollen damit wir feststellen können ob die so wichtige Chemie zwischen uns vieren stimmt, dann gibt es diese Möglichkeit natürlich.

Aufgrund dessen, dass aber die meisten unserer Kunden nicht ums Eck von uns zu Hause sind, wir sehr viele unterwegs sind und speziell in der Hauptsaison kaum freie Termine haben, ist eine Video (Skype) Session ein perfektes Mittel um uns gegenseitig ein wenig zu „beschnuppern“.

Der große Vorteil ist, es ist ohne großen Aufwand oder Reisezeit für beide Seiten machbar bietet aber dennoch alle Faktoren die ein Treffen als Entscheidungshilfe für die Buchung benötigt.

 

Kommt es dann zu einer Buchung (mit oder ohne Skype Gespräch), die in sehr vielen Fällen zwischen 10 und 18 Monaten vor der Hochzeit stattfindet, dann ergeben sich noch unzählige Möglichkeiten auf ein persönliches Treffen und besseres Kennenlernen.

Wir bitten zu beachten, dass dies unser persönliche Erfahrung und Praxis ist die wir mit unseren Kunden gemeinsam seit über 180 Hochzeiten betreiben. Selbstverständlich werdet ihr bei jedem der Kollegen andere Vorgehensweisen erfahren die ebenso gut funktionieren.

 

Wir wissen auch von einigen Kollegen, dass sie ein Pre-Shoot (Verlobungshoot) in ihre Pakete integrieren (quasi als Muss) und dies mit einem Treffen verbinden. Diese Art von Shoots eignen sich für euch sehr gut um den Umgang mit der Kamera und dem Fotografen zu erleben bzw. „das vor der Kamera stehen“ ein wenig zu fühlen.

 

2)   Über was sollen wir beim Gespräch reden oder welche Fragen sollten wir stellen?

Dieser Tipp gilt gleichermaßen für gebuchte und nicht gebuchte Fotografen und ist essentiell für die weitere Kommunikation und letzten Endes auch für bessere Fotos.

Natürlich hat jeder Mensch unterschiedliche Beweggründe für ein Treffen aber der Wichtigste sollte sein, dass man sich gegenseitig Kennenlernt. Es geht um einen sehr wichtigen Tag in eurem Leben und dieser Tag ist aber u.U. noch sehr weit in der Zukunft.

Also macht es da Sinn im genauen Detail den Tagesablauf zu besprechen? Oder ist es ratsam jedes noch so kleine Detail über diverse Hochzeitsthemen zu bereden? Wir denken nicht!

 

Abgesehen davon, dass sich viele Pläne über ein Jahr hin weg oft ändern und daher zu detaillierte Gespräche obsolet werden, kann man einen Tagesablauf, Fragen über Empfehlungen oder die genaue Auflistung der Album und Produktoptionen sehr einfach am Telefon oder via Email klären.

Ein persönliches Treffen sollte 100% dazu dienen sich gegenseitig kennen zu lernen. Gesprächsthemen wie ihr (das Brautpaar) euch kennen gelernt habt, wie die Verlobung /der Antrag war oder welcher Typ Mensch ihr seid und welche Hobbies euch in der Freizeit beschäftigen bzw. wie ihr euren Lebensunterhalt verdient, eignen sich für den Start. Was war der schönste Moment in eurem Leben und wohin wollt ihr unbedingt mal reisen? Eigentlich muss ein persönliches Gespräch nur losgetreten werden und entwickelt sich dann ohnehin von selbst.

All das (und vieles mehr) ist in keinem anderen Medium besser behandelt als in einem persönlichen Gespräch bzw. einem netten Dinner.

Und das natürlich nicht nur von euch, sondern auch von eurem Fotografen. Zu diesem Zeitpunkt kennt ihr sicher bereits alle seinen/ihre Bilder also warum stundenlang Alben durchblättern?

Versteht uns bitte nicht falsch. Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen wenn bei so einem Vorgespräch offene Fragen und Vorstellungen geklärt werden, aber alle Beteiligten werden feststellen, viel wichtiger ist sich in der Zeit kennen zu lernen. Alles andere kann über PDF-Listen, Emails, Angebote und wenn notwendig Telefonate passieren.

 

3)   Was zum Anfassen – Produkte

Obwohl wie oben besprochen wir davon abraten, stundenlang alle Sample Alben zu durchblättern hat das Anfassen und Berühren von Produkte natürlich schon seine Berechtigung.

Seit ihr also an einem Album interessiert, lasst euch natürlich ein Beispiel zeigen und prägt euch die Möglichkeiten ein. Ein Stoff, Leder oder Papierstärken und Eindrücke lassen sich schwer über Email oder Telefon vermitteln. ABER, kurz und dann schnell wieder zurück zum Lieblingsgetränk/Lieblingsessen auf der ganzen Welt.

 

4)   NO-GO beim Vorgespräch

Wobei es sinnvoll und richtig ist dem Fotografen für euch wichtige Dinge zu vermitteln oder auch Bildmotive die euch sehr gute gefallen, begeht bitte nicht den Fehler mit Fotos von anderen (vielleicht dem Kollegen selbst bekannten) Fotografen aufzutauchen.

Vielleicht noch mit den worten: „Wir hätten ja gerne XYZ gebucht, der war uns aber zu teuer oder hatte keine Zeit – wir möchten gerne, dass du so fotografierst wie er/sie.“

Wer sich erinnert, wir haben es schon angesprochen in einem früheren Teil. Viele Kollegen verstehen sich als Künstler und obiges führt zwangsläufig dazu, dass die Stimmung sinkt oder sogar „Herzen brechen“.

 

Darüberhinaus ist es natürlich euch selbst überlassen mit wie viele Fotografen ihr euch persönlich treffen möchtet, wir raten allerdings dazu keine (Massen) „Castings“ zu veranstalten und u.U. sogar die Kollegen gegeneinander auszuspielen.

Die Branche ist wirklich sehr klein und so eine Vorgehensweise spricht sich schnell herum und wirft kein gutes Licht auf euch.

 

 

Wie schon gesagt finden diese Gespräche und Treffen meist ziemlich am Anfang der Planung statt und sollten nach der Buchung bis zu Hochzeit Fragen aufkommen oder ihr Meinungen über Ablauf und Details haben wollen, wissen wir, dass viele unserer Kollegen jederzeit hierfür zur Verfügung stehen.

Wir persönlich handhaben es so, dass wir eine Woche bis 10 Tage vor der Hochzeit nochmal ein Video Skype (oder Telefonat/Facetime) vereinbaren, wo dann über alle Details und den genauen Ablauf gesprochen wird.

Uns ist bewusst, dass dies unsere persönliche Erfahrung und Vorgehensweise ist, es gibt unzählige verschiedene Arten und es gibt hierbei kein Richtig oder Falsch.

Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass je besser sich Brautpaar und Fotograf kennen, umso bessere, persönlichere und emotionaler Bilder können vom Hochzeitstag entstehen und dafür gibt es keine bessere Gelegenheit als Zeit miteinander zu verbringen.

 

Wir wünschen euch viel Spaß und bis Dienstag mit dem nächsten Tipp „Weitere Dienstleister“.

 

Liebe Grüße

Carmen und Ingo

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3 Comments

  • Reply
    Lisa
    30. January 2015 at 10:49

    Hallo ihr :)
    Ich muss sagen ich find es auch deutlich unverschämt, quasi Bilder von anderen Fotografen zu verlangen. Wozu bucht man dann den Fotografen, bei dem man grade sitzt?
    Nicht fair.

    Liebe Grüße ;)

  • Reply
    Matthias Butz
    30. January 2015 at 11:18

    Hi,

    ich finde die ganze Serie sehr gelungen und bin vor kurzem auf euch gestossen.

    Ich hatte das Problem auch schon einmal.

    Wir hätten gerne so ein Bild. (Ich kannte die Fotografin die es geschossen hatte sogar) Mein erster Gedanke? War sie zu teure für euch?

    Egal! Ich habe mich in meinem jugenlichen Leichtsinn darauf eingelassen, habe aber nichts versprochen. Nut gesagt, dass wir es gerne in das Shooting einbauen können.

    Zwei Wochen später kam dann die Absage, weil die Fotos lieber der Onkel machen sollte. (im Bezug mal auf den letzten Teil)

    Ich hatte vorher nur gute Erfahrungen gemacht und mich ständig gefragt wo die anderen nur diese Paare auftreiben.

    Danke das ihr das hier einmal angesprochen habt.

    Gruß

    Matthias

  • Reply
    Patricia
    8. May 2015 at 18:40

    Ich liebe eure Serie einfach und eigentlich müssten alle Brautpaare den Link zur Verlobung geschenkt bekommen. ;-) Ich hatte letztes Jahr auch solch einen angesprochenen Fall. Das Brautpaar hatte keine Ahnung, dass es bei Fotografen verschiedene Stile gibt. Sie wollten eine Mischung aus Retro und Pastell bzw., ich zitiere, “Wie bei Instagram”. Meine Kollegin (die übrigens einen eher düsteren Stil hat), war ihnen zu teuer, also wollten sie mich buchen. Als ich ihnen erklärte, dass ich ja meinen eigenen Stil habe und den nicht auf Knopfdruck ändern kann (bzw. will ;-)), waren sie total entsetzt. Ich habe ihnen dann am nächsten Tag abgesagt. Die Chemie stimmte nämlich außerdem auch nicht so wirklich. Sie waren auch ganz entsetzt, als ich wissen wollte, was sie beruflich machen und wie sie sich kennengelernt haben…

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