Candi Guide

Malen mit Licht | Candi Guide #16

Nach einer kurzen Pause sind wir wieder zurück und steigen gleich mit einem Thema ein, das essentiell für „bessere Hochzeitsfotos“ ist aber ganz oft überhaupt nicht am Schirm der Brautleute zu findest ist. Das Thema LICHT.

 

Fotografie ist bekanntlich nichts anderes als „malen mit Licht“ und ob das nun natürliches Licht oder Kunstlicht ist, spielt dabei erst Mal keine Rolle. Die Art und Qualität des Lichts hat aber enorme Auswirkung auf das Ergebnis und den Bildreindruck. Wir hatten bereits in den ersten Teilen des Guides davon gesprochen, dass ihr euch klar werden müsst, welchen Stil ihr bevorzugt und was euch gefällt.

Der Bildreindruck und der Stil eines Fotografen, ist unheimlich stark damit verbunden wie der Fotograf Licht nutzt, er selbst es sieht, versteht und einzusetzen weiß. Ob Kunstlicht verwendet wird oder ob nur mit verfügbarem Licht sog. „available light“ gearbeitet wird.

Es gibt Kollegen die arbeiten mit Blitzlicht auch wenn eigentlich genug Tageslicht vorhanden ist. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie die Künstler selbst. Am Ende zählt das Ergebnis und ob es dem Betrachter gefällt oder nicht. Bei einer Hochzeit ist aber der Weg zum Ziel nicht unbedingt irrelevant wie wir gleich sehen werden.

Der Vorteil von Kunstlicht und die Verwendung ist, dass man sich teilweise unabhängig von der natürlichen Lichtsituation Atmosphäre schaffen und ein Bild komponieren kann wie es in diesem Moment ohne Kunstlicht nicht möglich wäre. Man schafft sich Unabhängigkeit durch Kontrolle des Lichts.

Eine der größten Künste in der Blitzfotografie ist es allerdings, selbige so aussehen zu lassen als wäre es normales Tageslicht bzw. available light. Bei einer schnellen und eventorientierten Veranstaltung wie es eine Hochzeit ist, stellt sich Flexibilität und Mobilität dem Einsatz von Kunstlicht gegenüber.

Kollegen werden das bestätigen können, die Zeit ist immer knapp und je mehr Equipment und Ausrüstung zum Einsatz kommt, umso träger bzw. unflexibler ist der Fotograf.

Daher hängen diese Faktoren immer zusammen. Aber was kümmert es euch, liebes Brautpaar? Eine ganze Menge ;-)

Der Stil den unsere Bilder widerspiegeln basiert darauf, dass wir alle unterschiedlichen Lichtsituationen am Tag einzusetzen und zu verwenden wissen. Das heißt, wenn ausreichend vorhanden, nutzen wir nur das verfügbare Licht. Der Vorteil dabei ist, dass wir sehr flexibel und schnell sind. Augenblicke und Momente größtenteils technikunabhängig einfangen können und platzsparend arbeiten. Bei Hochzeiten ist das eine recht nützliche Eigenschaft.

Ein Nachteil dabei ist, dass von der Qualität und Menge des „available lights“ auch das Ergebnis abhängt. Daher ist es uns so wichtig, dass unsere Kunden verstehen, zu welcher Tageszeit bzw. in welcher Phase des Hochzeitstages das Licht für Bilder in unserem Stil gut bzw. ideal ist und wann wir besser eine Planungsänderung vorschlagen.

Ihr erinnert euch an das Getting Ready im Tipp #8? Ihr erinnert auch an das schöne helle Hotelzimmer oder den hellsten Raum im Haus? Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir Arbeiten produzieren können, die in dem Stil sind der uns selber gefällt und den ihr auch aufgrund unseren Portfolios „bestellt“ habt.

Die Trauung zur Mittagszeit noch im Kopf? Im Tipp #12 (Trauung) sprechen wir davon, dass ihr unbedingt darauf achten müsst ob ihr Schatten habt während der Trauung um 13 Uhr in der prallen Sommersonne.

Ein sehr oft vernachlässigter Tipp hierzu kam bei Tipp #7 und dem Lichttechniker. Das Licht am Abend bei der Feier ist sehr wichtig aber bekommt sehr selten Aufmerksamkeit. Zwar verwenden auch wir zu diesem Zeitpunkt künstliches (Blitz)Licht, aber die Allgemeine, „availaible light“ Lichtstimmung ist trotzdem extrem wichtig.

Beim Paarshoot im nächsten Tipp (#17) sprechen wir über die beste Zeit am Tag um Bilder zu kreieren die so sind, wie sie unser Portfolio zeigt.

Uns ist sehr wichtig, dass unsere Brautpaare verstehen, dass Fotos zum Sunset, gegen die Sonne fotografiert, logischerweise nicht um 12 Uhr Mittags im Hochsommer möglich sind.

 

Das klingt eigentlich einleuchtend aber woher soll das ein „normaler“ Mensch anhand der Bilder erkennen können? Was ihr wisst oder entschieden habt: Ich möchte solche Fotos haben :) Wir helfen und sagen euch was es dazu als Randbedingungen braucht um diese besagten „besseren Hochzeitsfotos“, der eigentliche Sinn unseres Candi Guides, auch zu ermöglichen.

In diesem Sinne, wünschen wir euch einen schöne Zeit und bis zum nächsten Tipp.

Liebe Grüße

Carmen und Ingo

 

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4 Comments

  • Reply
    Stefan
    17. March 2015 at 9:08

    Wieder einmal super geschrieben und auf den Punkt gebracht. Leider zeigt die Praxis, dass dies vielen Paaren nicht klar ist, selbst dann, wenn man vorab darauf hingewiesen hat. Manche Situationen kann man auch nur schwer beeinflussen, wie z.B. das Licht in einem “normalen” Standesamt oder einer Kirche. Nicht nur hier muss man dann sein Handwerk verstehen und die Technik entsprechend einsetzen.

    • Reply
      Carmen and Ingo
      17. March 2015 at 9:09

      vollkommen richtig. und warum muss es dieses standesamt denn sein? :)

    • Reply
      Stefan
      17. March 2015 at 9:25

      Naja, nicht jedes Paar plant eine “Traumhochzeit” und nicht jeder möchte etwas abseits des “Mainstreams” machen. Das ist leider so. Natürlich können wir das Paar beraten und andere Möglichkeiten aufzeigen. Letztlich entscheidet aber das Paar. Und wenn im städtischen Standesamt geheiratet wird, dann können wir daran nicht viel ändern

      • Reply
        Carmen and Ingo
        17. March 2015 at 9:30

        stimmt ebenfalls stefan. diese leute sind aber nicht zielgruppe unseres candi guides :) es geht um “bessere hochzeitsfotos” für das moderne brautpaar und um genau die leute die du hier ausgeschlossen hast in deiner begründung. jede soll da heiraten wo er gerne möchte, uns geht es darum den leuten zu zeigen das es auch darauf ankommt was sie tun und was sie tun können damit es bessere hochzeitsfotos werden. eben weg vom mainstream, rosenkugel und wasserfallbrautstrauß und richtung “traumhochzeit” :)
        aber ja im grunde hast du recht, nicht jeder möchte das. ist auch für uns kein großes problem und wir respektieren das.
        lg
        ingoman

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