Candi Guide

Die Suche nach dem Richtigen | Die Kosten | CANDI GUIDE #3

Wie viel möchte ich ausgeben bzw. was ist mir das Ganze wert?

Heute kommen wir zu einem „heißen“ Thema: „Was bin ich bereit für Bilder zu zahlen? Was ist mir die Dokumentation dieses wichtigen und schönen Tages wert? Warum sind Fotos eigentlich so teuer?“

Wie überall im Leben und im Alltag ist Geld ein wichtiger Faktor. Ob es ausgegeben wird oder verdient werden muss, es prägt unser tägliches Leben. Leider oft auch ein wenig zu intensiv. Aber ob man möchte oder nicht, bei der Hochzeit ist das Budget für alle Brautleute ein wichtiger Punkt.

 

Liebe Brautleute!

Aber es ist nicht nur für euch ein wichtiger Punkt, denn kein anderes Thema wird bei Hochzeitsfotografen, in geschlossenen und offenen Gruppen, persönlichen Treffen und unzähligen Internetseiten, weltweit, so intensiv, ausführlich und teilweise sogar bedrohlich diskutiert, wie der Preis von Hochzeitsfotos und alles was dazu gehört. Youtube videos, Blogposts und Bücher für Fotografen sind voll damit.

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir werden hier nun KEINE Rechtfertigungen auflisten was es bedeutet als Hochzeitsfotograf selbständig zu sein. Wir werden NICHT auflisten welche Ausgaben wir haben und was wir mit unserem Einkommen alles abdecken müssen.

Das ist nicht annähernd sinnvoll für die Entscheidung die ihr treffen müsst und es ist ehrlicherweise auch nicht relevant für eure Hochzeit bzw. gar nicht euer Problem.

 

Was ihr entscheiden müsst ist: Wie viel Geld wollen wir ausgeben und was bekommt ihr dafür? Was sind euch diese Erinnerungen für die Ewigkeit wert?

Wer sich auf die Suche nach Hochzeitsfotografen begibt oder bereits dabei ist, wird feststellen es gibt alles. Von *cool*das kostet fast nichts“ bis hin zu *schluck* „ich möchte nur Fotos kaufen, nicht den Fotografen selbst“.

Wieso und warum es so ein breites Spektrum und unterschiedliche Preisniveaus gibt, darüber könnte man ein eigenes Buch schreiben.

Für euch liebe Brautpaare ist einzig und allein folgendes wichtig zu wissen: Nirgendwo anders ist dieser Satz so richtig, wie in der Hochzeitsfotografie: „Man bekommt das was man bezahlt!“

 

Fotografen sind, in der Regel, selbständig arbeitende Unternehmer. Obwohl es viele gibt, die den Beruf nicht als Hauptberuf ausüben (oder ausüben können), müssen doch alle ständig dafür sorgen, dass Geld zum (über)leben da ist und das Unternehmen nicht pleite geht. Also eben Unternehmer sein, mit allem was dazu gehört.

Hier nun genaue Zahlen oder Beispiele vorzutragen macht wenig Sinn, aber wir wollen dennoch ein paar weit verbreitete Mythen aufdecken. Vor allem für Brautleute die in einem Angestelltenverhältnis ihrem Beruf bzw. ihrer Tätigkeit nach gehen.

 

  • Ein Fotograf, der 2000,- Euro für eine 10h Hochzeitsbegleitung berechnet, hat keinen Stundenlohn von 200 Euro!
  • Das Jahr hat zwar 52 Wochenenden aber im mitteleuropäischen Raum wird in den Sommermonaten mehr geheiratet als im Winter. Das ist sehr schade, aber leider Tatsache.
  • Realistisch gesehen kann also ein Hochzeitsfotograf zwischen 20 und 40 Hochzeiten fotografieren (wir sprechen über Ganztagesreportagen von Minimum 8h Stunden)
  • Richtig, theoretisch kann man Fr/Sa/So hintereinander Ganztagesreportagen verbuchen. Praktisch wird man dann aber nicht das Pensionsalter erreichen.
  • Obwohl viele vom „Traumberuf als Hochzeitsfotografen“ sprechen, ist das eigentliche Fotografieren nur ca. 5% der Tätigkeit.

 

Lebt nun der Fotograf eures Vertrauens ausschließlich von der Fotografie oder sogar nur von der Hochzeitsfotografie, ist also spezialisiert auf genau das was ihr sucht, dann funktioniert seine Unternehmung langfristig nur, wenn er ein vielfaches an Jahresumsatz erwirtschaften kann, was er als Angestellter pro Jahr verdienen würde.

Natürlich hängen in dieser Rechnung sehr viele Faktoren mit drin aber sehr grob kann man sagen: Ein Bruttojahresgehalt eines Angestellten von z.B. 50.000,- Euro erfordert im Vergleich mindestens zwischen 100.000,- und 150.000,- Umsatz eines Fotografen um in etwa auf den gleichen „Verdienst “ zu kommen.

Also auch rein rechnerisch wird das schwierig bei allem was unterhalb von 2000,- Euro pro Hochzeit stattfindet. Leuchtet eigentlich ein oder?

 

Es ist aber unmöglich (und nicht sinnvoll) bei diesem komplexen Thema alle Kollegen mit ihre angebotenen Leistungen und Preise über einen Kamm zu scheren. Allerdings soll dieser kleine Anriss über die Kosten, euch liebe Brautpaare, ein wenig sensibilisieren, dass Kosten für Hochzeitsfotos durchaus einen berechenbaren, wirtschaftlichen Hintergrund haben und nicht in der Fantasie des Fotografen entstehen um diesen „reich“ werden zu lassen.

Letzten Endes sind, je nach persönlicher Wichtigkeit, Hochzeitsfotos eine Investition in Erinnerungen. Diese werden in den nächsten Jahrzenten durch genau diese Fotos geprägt werden und zwar nicht nur vom aufgenommenen Moment her, sondern auch vom Stil und von den Farben und das Erlebnis mit dem Hochzeitsfotografen.

Wir können nur davon abraten diese Entscheidung rein aus Gründen der Kosten zu tätigen. Das sagen wir nicht als Hochzeitsfotografen, sondern als ehemalige Braut und Bräutigam die mit den Fotos super happy sind und unbeschreiblich gerne daran zurück denken.

 

Leider erleben wir oft auch, dass Menschen sich bei dieser Entscheidung zu viel vom Preis haben leiten lassen. Daher ein letzter Tipp noch: Wenn ihr euch mal entscheiden müsst und es um ca. 1000 Euro mehr Ausgabe geht, dann könnt ihr getrost diese einfache Rechnung aufstellen:

1000,- Euro aufgeteilt auf die nächsten sagen wir mal z.B. 35 Ehejahre bedeuten eine Investition von 0,078 Euro/Tag oder 50 Cent/Woche bzw. 2,20 Euro/Monat. Ein Cafe Latte weniger im Monat und die Investition ist eingespart. Der Fotograf wird vielleicht nicht bei dieser Ratenzahlung mitmachen, aber vielleicht lassen sich im Budget Prioritäten verschieben.

Gerne könnt ihr uns in den Kommentaren eure Erfahrungen mit “Preisentscheidungen” mitteilen.

 

Bald geht’s weiter mit dem letzten Teil aus der „Suche nach dem Richtigen“ und zwar mit der tatsächlichen Suche.

Bis Donnerstag

Liebe Grüße

Carmen und Ingo

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18 Comments

  • Reply
    Yassi
    20. January 2015 at 11:35

    Hallo ihr Lieben,

    erst einmal danke für den Einblick in dieses wichtige Thema.

    Ich persönlich kann dazu folgendes sagen.
    Der Preis, ob nun 1000,00 € oder 2000,00 € ist die Arbeit und der Aufwand, den der Fotograf hat, ganz bestimmt wert!
    Solche Bilder sind natürlich eine Erinnerung, auf die man gerne zurück schauen möchte und ich möchte nicht sagen wollen, “Och Mensch, hätten wir mal bloß….”
    Aber die Frage, die man sich selbst stellen muss, ist ja “kann ich es mir leisten?”
    Von wollen mal gar keine Rede…
    Wenn man eine Hochzeit für 6000,00 € oder mehr feiert, dann kann man sich mit Sicherheit auch einen Fotografen für 2000,00 € “erlauben”.
    Feiert man aber wirklich nur in ganz kleinem Kreise, z.B. als Gartenparty o.ä. möchte man ja trotzdem tolle Fotos haben, aber da müsste ich leider 3 mal überlegen, ob ich mir das erlauben kann.

    Also heißt es sparen, sparen, sparen ;-)

    Liebste Grüße
    Yassi

    • Reply
      Carmen and Ingo
      20. January 2015 at 12:05

      Hallo Yassi,

      danke für deinen Kommentar. Hochzeiten und alles was damit zu tun hat sind alle samt Luxusthemen. Es ist nichts davon (zumindest in unserer Kultur) lebensnotwenig und auch der Umfang ist weder ein Muss noch Pflicht. D.h. wir bewegen uns bereits in einem Thema, wo jeder für sich von Anfang an die Frage vor den Augen hat: “Kann ich mir das leisten?” – Wenn man dann nicht auf der Straße wohnt, sondern im einem Haus oder Wohnung, wenn man dann nicht zu Fuß geht, sondern ein Auto hat und sonstige “Luxusgüter” im Leben besitzt oder sich Urlaube leistet und so weiter, dann ist die Antwort vermutlich ganz klar: “Ja, wenn ich will, dann kann ich mir da auch leisten.” Bei Fotos ist es einfach nur eine Frage der Priorität die man sich selbst setzt. Ob eine Gartenparty deine Hochzeit ist oder ob du auf einem Schloss heiratest oder was auch immer, wenn du das nicht von heute auf morgen ansparen musst, das Geld, dann kann es durchaus klappen mit “sparen, sparen, sparen” :)

      viel spass beid er “gartenparty” und alles gute für die zukunft :)
      lg
      carmen und ingo

  • Reply
    Sascha
    20. January 2015 at 15:03

    Ich sage meinen Kunden, dass es auf jeden Fall bessere Fotografen als mich gibt, die aber auch wesentlich mehr kosten… Und das ich eine Reportage (ohne Fahrtkosten und Spesen) für 900,- anbieten kann nur daran liegt, dass ich noch einen normalen Job habe und das ein “Zubrot” ist und ich nicht meinen Lebensunterhalt davon bestreiten muss. Daher sollen Sie sich einfach meine Bilder anschauen, denn “What you see, is what you get!”.
    Über das Kleingewerbe bleiben dann ca. 600€ (nach Steuern) für 2 Vorgespräche, einen Tag Fotografieren und einige Abende am PC. Da komme ich bei geschätzten 30 Stunden Gesamtaufwand insgesamt, auf 20€ Stundenlohn und das ist meiner Meinung nach angebracht und auf keinen Fall zu viel, da es sich A) um meine Freizeit handelt und B) auch eine entsprechende Qualität geliefert wird, die der Onkel mit seiner 99€ Kompaktkamera nicht hinbekommt!
    Als Berufsfotograf hattet Ihr ja bereits erwähnt, sieht das GANZ anders aus! ;)

    PS: Good work! Ich mag eure Reportagen sehr und ihr mach echt fantastische Bilder!

    • Reply
      Carmen and Ingo
      20. January 2015 at 15:11

      hallo sascha, danke für deinen beitrag. dein rechnug die du da aufstellst klingt für dich natürlich schlüssig und alles ist gut. wir können dir aber versichern, dass sie falsch ist. (sorry für die ehrlichkeit) ungeachtet ob das deine freizeit oder dein hobby ist oder das nur in deiner “freizeit” machst. allerddings schreibst du von kleingewerbe, somit bist du ebenfalls unternehmer. ob du da noch einen nebenherjob hast oder nicht, darf bei der rechnung für das fotografie unternehmen keine rolle spielen. so wie es jetzt ist, bezahlt dein hauptjob deinen fotografiejob :) und aus diesem grund kommt dein rechen/denkfehler nicht ans tageslicht ;-)

      so gern wir das jetzt auch tun würden, dir deinen rechen- und denkfehler aufzulisten würde den rahmen hier sprengen. du kannst dich gerne mal an uns wenden wenn du lust hast auf ein one2one.

      aber wie auch immer wünschen wir dir viel erfolg weiterhin und vor allem viel spass :)

      danke auch für die netten worte, freut uns sehr.
      lg
      c and i

  • Reply
    Christian
    20. January 2015 at 16:05

    Hallo Ihr Zwei,

    Ein oft diskutiertes Thema, welches Ihr schön aufbereitet habt. Hier in Berlin wird schon stark auf den Preis geschaut, es gibt auch ein riesiges Angebot guter Hochzeitsfotografen. Ich habe das Gefühl eigentlich zu günstig zu sein, gute Kollegen machen es noch günstiger, wo ich mich teilweise frage, wie sie kalkulieren. Darüber probiere ich mich nicht zu ärgern sondern es eher sportlich zu nehmen. Ist es als Fotograf mein Wunsch die Qualität weiter zu steigern und meinen USP und individuellen Stil weiter zu entwickeln, kann ich auch in dem (Preis)Segment tätig werden, in dem die Brautpaare meine Arbeit wertschätzen. Über Anfragen wie “Wir suchen einen Fotografen für 1,5h Standesamt und 1,5 Stunden Feier und je 3 [sic] Fotos, können Sie bitte ein Angebot schreiben” (erhalten für einen Freitag im September 2015) weiß ich als Unternehmer nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Was würdet Ihr darauf antworten? Ich habe trocken bis freundlich auf eine 6-stündige Reportage um 1000 € verwiesen ohne mir die Mühe zu machen ein wirkliches Angebot zu schreiben. Eine Antwort blieb erwartungsgemäß aus und irgendwie macht mich Geiz ist geil doch ein bisschen traurig für so ein liebevolles Handwerk. Manchmal ist es schwer damit umzugehen.

    Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass wir die Kunden finden & bekommen, die wir verdienen und umgekehrt. Wer eine hohe Qualität hat, darf auch eine entsprechende Entlohnung erwarten. Und Kunden dürfen, wie ihr schon sagt, das erwarten wofür sie bezahlen. Schön finde ich übrigens eine Formulierung von dm-Chef Götz Werner, dass es nicht primär ums Bezahlen/Geld geben für eine Leistung geht (gehen sollte), als vielmehr jemanden zu ermöglichen sein Leben zu leben und diese Dienstleistung überhaupt erst verfügbar machen zu können – in einem Interview sinngemäß gelesen.

    LG, Christian

    • Reply
      Carmen and Ingo
      21. January 2015 at 10:59

      Hallo Christian,

      danke für deinen Beitrag. Wie wissen nicht, ob du unseren Workshop (http://store.carmenandingo.com/shop/learn-how-we-do-it-video-workshop-download/) kennst oder gesehe hast. Dort gibt es einen ausführlichens Kapitel über Kalkulation und Preisfindung und auch wie wir seit Jahren unsere Angebote gestalten. Grundsätzlich wirst du für das gebucht was du anbietest. Deine Anfrage kannst du, wenn du nur Ganztagesreportagen anbieten möchtest, freundlich und bestimmt als solche anbieten. Wo liegt das Proble? Wer für 1,5h anfrägt weiss vielleicht oft gar nicht dass du das nicht anbietest ODER dass es sowas wie Ganztagesreportagen gibt. Wir bekommen zwischen 650 und 750 Anfragen für Hochzeiten pro Jahr und das Angebot, wenn wir eines legen, sieht immer gleich aus: Wir machen nicht weniger als 8h Reportagen. Haben wir auch noch nie (In den ersten 2 Jahren gabs auch sehr wenig gebuchte 6h).

      Wir wissen natürlich das die durchschnittliche Kaufkraft im Süden Deutschlands größer ist als in z.b. Berlin, aber auch dort wohnen die Menschen in Häusern, kaufen Autos und Luxusgüter. Also konzentrier dich nicht darauf was deine Kollegen machen, sondern darauf was du machst und wie du deine Kunden findest. Du brauchst nur eine beschränkte Anzahl pro Jahr und bei einer Großstadt wie Berlin mit Millionen von Menschen, liegt das Problem nicht an den “billigen” Kollegen die bessere Arbeit machen sondern daran, wie findest du die Menschen die du brauchst und die zu dir passen. Also Kopf hoch und weitermachen :)

      Beste Grüße
      Carmen und Ingo

      • Reply
        Christian
        21. January 2015 at 11:23

        Hallo Carmen und Ingo,

        Danke für das Feedback und den Verweis auf euren Workshop. Das Preview habe ich mir bereits angeschaut. Toll, dass Ihr so viele Anfragen erhaltet, sehr imponierend – ein arbeitsreicher Weg mit sicherlich noch mehr Freude und das ist das Wichtigste.

        Fokussiert zu bleiben und hinter seinem Angebot zu stehen, das ist ein gutes Mantra fürs Business.

        Danke, habt noch eine schöne Woche.

        Viele Grüße
        Christian

        • Reply
          Carmen and Ingo
          21. January 2015 at 11:29

          gerne. solltest du lust drauf haben es gibt bis mitte feb einen gutscheincode für calvin hollywood seine fans :) “calvinize-candi-15” 15%, vllt ist das ja eine gelegenheit für dich.

          viel erfolg weiterhin und bis vllt bald mal in persona
          lg
          carmen und ingo

  • Reply
    Torben Röhricht
    21. January 2015 at 11:24

    Hallo Carmen und Ingo,

    vielen Dank an dieser Stelle für diese wichtigen Informationen für Brautpaare.
    Ich habe ebenfalls als Kleinunternehmer begonnen. Seit diesem Jahr bin ich Umsatzsteuerpflichtig und mache meinen Nebenverdiesnst als Hochzeitsfotograf zum Hauptberuf. Somit bin ich auch wirtschaftlich abhängig von der Hochzeitsfotografie.

    Ich selber sehe mich in einem Grenzbereich: Ich habe Paare im Vorgespräch, die keine Vorstellung von Preisen für Fotografen haben, für diese würden jedoch €1000 weniger immer noch viel wirken. Andererseits habe ich Paare, die ich nach Vorstellung meiner Herangehensweise lediglich über den Preis informiere. Danach unterhalten wir uns weiter über andere Dinge. (Das sind dann meistens meine Paare:)

    Da Brautpaare im allgemeinen das erste mal Heiraten empfinde ich es bei allen Anderen als eine besondere Herausforderung, wenn im Gespäch über Presie gesprochen wird. Wenn es darum geht, in einer Anfrage die Preise abzufragen, werde ich zu 99,9% nicht mit diesen Paaren zusammenkommen.

    Wenn Brautleute jedoch eine hohe Priorität auf die Bilder legen und diese auch als Erinnerungen sehen, so sprechen wir nicht lange über den Preis (s.o.) Ich werde an dieser Stelle eher für meine Leidenschaft gebucht.

    Es gibt jedoch nach meiner Erfahrung auch Paare, die einmalige Erinnerungen in Bildern möchten, jedoch deren Budget mit meinem Preis eigentuüberschritten ist. Hier werde ich in Zukunft auf diesen Beitrag verweisen. Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass das was bleibt die Bilder=emotionale Einnerungen sind und allein schon deswegen auf keinem Fall am Fotografen gespart werden sollte, finde ich es für Paare noch einmal ein wertvoller Second Look, wenn ich auf diesen Blogeintrag verweise.

    Auch hilfreich finde ich Euren Beitrag für Fotografen, denn hier wird genau das einfach auf den Punkt gebracht, wofür ich im Vorgespräch oft nicht die einfachen Worte gefunden habe.

    liebe Grüße aus Buxtehude
    Torben

    • Reply
      Carmen and Ingo
      21. January 2015 at 11:27

      danke torben für deinen beitrag. das thema vorgespräch kommt nächste woche donnerstag im #6 candi guide tipp :) da könnte sein dass du dich wiederfinest mit deinem vorgehen.
      viel erfolg weiterhin
      lg
      c and i

  • Reply
    Ein guter Freund fotografiert unsere Hochzeit | CANDI GUIDE #5 | Carmen and Ingo Photography
    21. January 2015 at 14:51

    […] Wir sagen damit nicht, dass jeder Kollege das perfekt und gleich gut kann und Hobbyisten per se keine Ahnung haben. Die Wahrscheinlichkeit das ein professioneller, beauftragter Fotograf mit jeder Lichtsituation umgehen kann oder weiß wie die Bilder gemacht werden müssen ist aber mit Sicherheit sehr hoch. Diese Wahrscheinlichkeit steigt vermutlich sogar mit den Investitionskosten. (Vgl: „Du bekommst was du bezahlst“) […]

  • Reply
    Amir kaljikovix
    25. January 2015 at 15:19

    Hallo ihr beiden, oder korrekterweise ihr drei. :)
    Danke für den tollen Beitrag. Werde den post teilen.

    Das ist immer ein interessantes Thema, und leidergottes habe ich das Gefühl viel zu viel Zeit investieren zu müssen um über Preise und angepasste Angebote zu diskutieren. Eurer Absatz mit nur Tagesreportagen ist sehr schlüssig und vielleicht einen Versuch wert.

    Werde mir den Workshop noch ein mal reinziehen und meine Preisgestaltung überdenken.

    Grüße aus salzburg.

  • Reply
    Rut & Holger
    29. January 2015 at 22:28

    Ihr Lieben Verknoter,

    endlich habe ich zu unserem 2. Hochzeitstag Eure wundervollen Bilder in einen angemessenen Rahmen – sprich 2 Alben gebracht … ja, eines hat nicht gereicht ;-) Aber bei der Gelegenheit habe ich nach Ewigkeiten wieder auf Eurem Blog vorbeigeschaut und es ist mir ein Anliegen Euch hier als ehemalige Braut ein paar Zeilen zu hinterlassen:
    Wir sind sicherlich kein Paar, das ohne großes Zögern die finanzielle Kröte schlucken konnte und ich kann jeden verstehen, der sagt “es geht einfach nicht”. Die Angst, dass Ihr Euch an uns “bereichern” würdet hatten wir aber nie, dazu bin ich selbst zu tief im kreativen Bereich drin.

    Angefangen hatten wir auch mit dem “guten Freund”, der super schöne Bilder macht, der aber sofort gesagt hat, dass er diese Verantwortung nicht alleine übernimmt (btw: er hat die Trauung verpasst weil er seinen dementen Vater suchen musste …!). Es folgte eigentlich keine Suche: Wir haben uns damals einfach in Eure Bilder verliebt, die uns in einem Hochzeitsblog über den Weg gelaufen sind und ich habe Euch einfach geschrieben ohne mir irgendwelche Gedanken darüber zu machen, ob wir es uns leisten können. Und genau so war dann auch Eure Reaktion und unser erstes Treffen. Es war einfach alles selbstverständlich und wir haben uns so wohl mit Euch gefühlt, dass klar war: es ist total unvernünftig, es sprengt unser Budget deutlich, aber wir gestalten gerade so viel und wollen mit unseren Lieben, die aus allen Himmelsrichtungen so sicher nicht nochmal zusammen kommen, einen Tag verbringen, den wir in seiner Fülle sicher nicht “in Echtzeit” bewältigen und an dem wir so vertrauensvoll und erfahren begleitet werden möchten.
    Wir hatten – so gesehen glücklicherweise – eine lange Verlobungszeit, in der wir auf den ein oder anderen Café verzichten konnten ;-) und wir haben einfach sehr, sehr viel selbst gemacht … und es war trotzdem schweine viel Geld und wir waren wie gesagt einfach richtig unvernünftig. Und darüber freuen wir uns noch heute von ganzem Herzen!
    Ihr habt uns auch mit Brautzauber so weiter geholfen, dass ich mich wirklich als “Rut” wunderschön und nicht angemalt oder verkleidet gefühlt habe. Also einfach nochmal DANKE.
    Ich glaube weil gute Fotographen mindestens ein Stück weit Künstler sind, kann man von dieser Kunst ein bißchen verzaubert werden. Ihr habt uns ganz wie wir sind und doch von einer ganz überraschenden, berührenden und unvergesslichen Seite her eingefangen. Das ist uns unbezahlbar.

    Ganz liebe Grüße und alles Liebe Euch Dreien!

    Rut & Holger

  • Reply
    Das Hochzeitswochenende | CANDI GUIDE #14 | Carmen and Ingo Photography
    3. March 2015 at 11:15

    […] euer Lieblingsfotograf den ihr euch ausgesucht habt vermutlich für eine 16h Reportage wesentlich mehr Budget in Anspruch nimmt als für 8 oder 10 Stunden. Wenn ihr auch beim Standesamt Bilder haben möchtet sind die […]

  • Reply
    Corinna Vatter
    7. January 2016 at 13:06

    Hallo Ihr Lieben,
    jetzt seit Ihr mit Eurem letzten Tipp – NUR DIE LIEBE ZÄHLT – am Ende dieser kleinen Reihe angelangt und ich bin nochmal auf dieser Seite gelandet. Vielen, vielen Dank Euch Beiden! Wir haben soviel Gemeinsamkeiten entdeckt und freuen uns, dass Ihr uns erlaubt habt diese Tipps zu teilen.
    Wir arbeiten auch zu zweit und wissen, dass wir nicht zu teuer sind. Wissen aber auch, dass unser Honorar viele Leute schlucken lässt, weil sie sich vorher keine Vorstellungen gemacht haben. Das Ruhrgebiet bzw. der Niederrhein sind auch nicht direkt das Hochpreisgebiet.
    Dennoch gibt es Paare die unsere Fotos auf Anhieb lieben, die uns wollen und keinen anderen, auch wenn es manchmal gegen die Vernunft ist ;) und dass sind die Paare, die wir uns wünschen. Nicht weil sie unseren Preis zahlen, sondern weil sie unsere Fotos lieben und unsere Arbeit wertschätzen.
    Von denen bekommen wir dann anschließend solche schönen Briefe oder emails wie Ihr hier oben von Rut und Holger, über die man sich tierisch freut und die einem eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen.
    Danke an Euch und danke an alle Ruts und Holgers!

  • Reply
    David
    26. November 2016 at 13:06

    Vielen Dank Euch beiden für diesen sehr wichtigen Artikel! Ich denke aber, wenn man einem Brautpaar erklären muss, warum ein Hochzeitsfotograf 2000€ kostet, ist dies nicht das richtige Brautpaar.

  • Reply
    Was kostet ein Hochzeitsfotograf? / About your investment - Anma Koy
    2. December 2016 at 14:41

    […] Carmen und Ingo haben mal eine Rechnung aufgestellt, was ein Hochzeitsfotograf in Vollzeit für einen Hochzeitstag verlangen muss, um über die Runden zu kommen. Ihr Fazit: 2000 Euro. Das ist übrigens der Mindestbetrag. Nach oben ist je nach Fotograf und seiner Erfahrung und seinem Klientel alles offen. […]

  • Reply
    Wilfried Beege
    6. May 2017 at 23:36

    Selbst auch Berufsfotograf habe ich Ihren Beitrag “was sind mir hochzeitsfotos wert” mit Interesse gelesen. Da ich zu einem kleinen Teil auch Hochzeitsfotos anbiete, erleichtert mir das meine eigene Preisbildung sehr. Wer nur den Preis anfragt, bekommt von mir ab sofort auch nur noch eine entsprechend kurze Antwort.
    Danke für die Bestärkung.
    Beegee

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